Samstag, 31. August 2013

there is no God that I have seen

Ich kann es einfach nicht fassen. Wieso tut er mir sowas an? Lässt mich glauben, es sei immer alles gut und dann hinter meinem Rücken darüber reden, was ich doch alles falsch mache und an mir zweifeln. Als ich die Worte aus ihren Mund hörte, brach in mir meine kleine (fantasierte) heile Welt zusammen und ich musste mich zusammenreißen, nicht auf der Stelle loszuheulen und so schnell nicht mehr aufzuhören. Und natürlich ist wieder alles meine Schuld, so wie immer.
Ich kann und ich will nicht mehr. Immer mehr gehe ich daran kaputt, alles auszuhalten und weiterhin so zu tun, als wäre alles super. Das alles ist nichts für mich. Ich frage mich, wie lange ich noch so weitermachen kann. Ich mache doch sowieso alles falsch, was lohnt es sich überhaupt noch hier zu sein? Vielleicht spiele ich mir auch zu viel selbst vor, mit meinen ganzen positiven Zukunftsplänen und -gedanken. Ich habe eh das Gefühl, nicht in diese Welt zu passen, obwohl sie genauso kaputt ist, wie ich. Fühle mich leer und herzlos - und habe niemanden, der diese Leere füllen kann. Das Loch in meinem Herzen wird immer größer, weiß nicht wie ich es füllen könnte. Es tut immer mehr weh zu leben, als dass es mir Freude bringt. Jeden Tag einen neuen Schlag ins Gesicht, eine Faust in den Bauch, einen Tritt, wenn ich am Boden liege. Am Ende bleibt mir nichts und ich bin wieder alleine.

It's hard to walk, when you can't even crawl.
Once I had this world but now I've lost it all.
Three Days Grace - Drown

Montag, 26. August 2013

Ich bin so fertig. Jeden Tag aufs Neue aufstehen und ums Überleben kämpfen.

Sonntag, 18. August 2013

Morgen in einem halben Jahr werde ich 18. Wie schnell die Zeit doch vergeht. Ich hoffe, dass sich dann einiges für mich ändert. Es ist alles nur noch eine Frage der Zeit. Ein paar Monate nach meinem Geburtstag mache ich dann Abi und dann bin ich endlich frei. Nein, ich meine nicht frei von der Schule, sondern frei von meinen Eltern. Dann werde ich endlich ausziehen, etwas, was ich mir schon seit Jahren wünsche! Ich weiß, ich hätte es tun können, nur dann hätte mir diese grenzenlose Freiheit durch das völlige Desinteresse meiner Eltern gefehlt.
Aber ich habe so eine Angst vor der Zukunft. Ich habe keine Ahnung, was ich alles tun muss. Bewerbungen schreiben für Unis + Jobs ist klar, aber wie? Und was soll ich da reinschreiben? Ich habe nichts getan, was für diese Menschen interessant sein könnte. Ich habe solche Angst vor dem Nichts zu stehen, wenn ich weder Studienplatz noch Job oder sonstiges bekomme. Ich habe solche Angst davor, keinen Anschluss zu finden in einer völlig fremden Stadt. Ich habe solche Angst, dass das mit meinen Eltern schlimmer wird, wenn ich weg bin.
Ich halte diese ganze Angst nicht aus...

Sonntag, 11. August 2013

Ich schließe die Tür auf und atme ein. Unerträglicher Kneipengeruch kommt mir entgegen. Mir wird auf der Stelle schlecht. Wut steigt in meinen Kopf, unendlich Wut. Warum bin ich eigentlich hier? Wäre ich doch lieber bei meinem Freund geblieben. Wie gerne würde ich nicht mehr zu Hause wohnen, den ganzen Scheiß nicht mehr jede Woche vor Augen geführt bekommen.

Mittwoch, 7. August 2013

Alles schien auf dem Weg zur Besserung, doch jetzt scheitert es. Mal wieder, als wäre ich schon daran gewöhnt, dass sowas nicht lang anhält.
Mein soziales Leben ist im Arsch, niemand möchte etwas mit mir machen, niemand meldet sich bei mir. Ich müsste jeden fragen, ob er Zeit hat, damit ich mich wieder wie ein kleines Anhängsel fühle. Haha, ich meine, wenn jemand etwas mit mir unternehmen will, fragt er doch oder nicht? Noch nicht mal meine Eltern wollen etwas mit mir unternehmen. Sie liegen viel lieber den ganzen Tag auf dem Sofa und schauen fern, anstatt mal was draußen mit ihrer einzigen Tochter zu unternehmen - bei bestem Wetter. Und so liege ich fast den ganzen Tag in meinem ach so gemütlichen Bett und ziehe mir eine Folge The Biggest Loser USA nach der anderen rein. Zu faul um selbst etwas zu tun und zu viel Muskelkaterschmerzen in meinen Beinen um Sport zu machen.
Ich fühle mich so unendlich allein, niemand ist für mich da. Niemand der mich auffängt und sagt: Komm, wir unternehmen etwas schönes. Alle lassen mich fallen, immer tiefer in mein so schön aufgefülltes Loch tiefer Depression. Falle immer weiter in mein Verhalten von vor einem oder zwei Jahren oder noch weiter davor.
Kein Leben da draußen, keine Freunde. Nur ich alleine gegen das Alleinsein. Verloren, für immer.
Auch mein Freund will mich nicht retten, seine Prioritäten liegen woanders, nicht bei mir... Habe schon wieder Streit mit ihm, in letzter Zeit viel zu häufig. Dabei brauche ich doch nur Nähe, aber die will mir ja niemand geben...