Sonntag, 29. September 2013

Heute war bei uns in der Stadt der Lauf gegen Depression. Er findet statt, um auf das Tabu-Thema Depression aufmerksam zu machen. Ich hielt dies für eine gute Sache und habe mich vor ein paar Wochen dafür angemeldet. Riesengroße Angst, dass ich es nicht schaffe hatte ich auch noch, weil ich noch nie eine Distanz von 6 km gelaufen bin.
Nunja, als ich heute zum Check-In gegangen bin, war ich ein wenig enttäuscht. Es waren nur ein paar Stände von Institutionen dort und auch kaum Menschen. Da ich noch Zeit hatte, bin ich danach in die Stadt gefahren um einen Kaffee zu trinken, immer noch mit mulmigem Gefühl bei der ganzen Sache. Als ich das zweite Mal hinkam, waren es noch 30 Minuten bis zum Start. Es hatte sich gefüllt und ich starrte die Läufer an. Alle sahen so verdammt sportlich und fit aus, dass ich mich daneben total fehl am Platz gefühlt habe - aber dann habe ich mir gesagt, ich muss hier niemandem etwas beweisen, die kennen mich alle nicht, ich will es nur schaffen!
Und siehe da: Ich habe es geschafft! 38:11 Minuten habe ich zwar gebraucht, aber ich habe es geschafft. Für mich ist ein großes Ziel erreicht und ich bin grade total fertig, aber glücklich.

Montag, 23. September 2013

Es ist so ein schreckliches Gefühl, jeden Tag mit der Erwartung, jemand sei da und empfängt dich, nach Hause zu kommen, um festzustellen, dass doch niemand da ist, obwohl jemand da sein sollte. Der Konsum wird größer, die Frequenz erhöht. Wann merkt er endlich, dass es reicht?
Nicht dass es seinem Körper und unserem Geldbeutel schadet, das ist klar, aber es macht mich auch immer mehr kaputt. Es gibt keine Hoffnung mehr, das habe ich eingesehen. Dennoch mache ich mir große Sorgen um die Zukunft. Meine steht fest: nächstes Jahr bin ich weg. Aber was ist dann mit ihnen? Ich habe Angst davor, sie alleine zu lassen, weil ich weiß, dass sie nichts mehr auf die Reihe bekommen. Ich werde dann immer öfter ertragen müssen, dass es ihnen schlecht geht. Aber es ist doch nicht meine Aufgabe sich um sie zu kümmern. Ich habe es schon oft genug versucht. Irgendwann reicht es auch. Aber es tut so weh das alles zu sehen und zu wissen, dass man nichts machen kann. Fühle mich jedes Mal verarscht, wenn ich nach Hause komme und niemand da ist. Meine Mama reißt sich den Arsch für uns auf, geht arbeiten und macht einen Zweitjob und was macht er? Alles ausgeben, ohne dabei an mich und meine Ma zu denken. Danke auch...

Dienstag, 17. September 2013

Du nimmst nur und gibst nicht. Versuchst nur materiell alles auszugleichen. Dabei fällt dir nicht auf, dass ich auf alles Materielle scheiße, sondern ich nichts anderes als deine Aufmerksamkeit und Zuneigung möchte. Ich fühle mich so wertlos und leer. Jeden Tag frage ich mich, wofür ich das alles noch mache. Warum ich über alles immer hinweg sehe. Ich weiß es selber nicht. Eigentlich schon, nur ich habe Angst vor der Wahrheit, ich will sie verdrängen. Das alles tut mir nicht gut, nur ich habe das Gefühl, anders wäre es noch schlimmer. Warum kann nicht alles ganz einfach sein?

Dienstag, 3. September 2013

Ich fühle mich so fehl am Platz auf dieser Welt. Und ich kann niemandem offenbaren, dass es so ist. Diese Welt ist voller Ungerechtigkeiten, am liebsten würde ich von hier verschwinden. Dann müsste ich das alles nicht mehr ertragen. Jeden Tag darüber lesen, was Grausames in der Welt passiert. Keine Friede, Freude, Eierkuchen - Welt. Ganz im Gegenteil, eine Welt voller Lügen, Ungerechtigkeit und Grausamkeit. Ich halte es nicht aus wie täglich x Menschen sterben müssen - Schicksal?
Jeden Tag fahren mindestens 10 Krankenwagen bei mir zu Hause vorbei, oft in Kombination mit einem Notarztwagen. Heute bin ich fast heulend zusammengebrochen, als zwei Kranken- und ein Notarztwagen an mir vorbei gefahren sind. In meinem Kopf schrie es nur:
Schon wieder leiden Menschen unter der Grausamkeit des Schicksals.
Ich wünsche mir so sehr, dass auch ich bald dran bin. Vielleicht an Stelle von jemand anderem. Oh, hallo Suizidgedanken, lang nicht gesehen...